Kosten



Die Rechtsberatung und/oder Rechtsvertretung ist kostenpflichtig.

Die gesetzliche Grundlage für die Berechnung der Honorars eines Rechtsanwaltes bildet das
Rechtsanwaltvergütungsgesetz (RVG). Es ist zwischen Festgebühren und Rahmengebühren zu
unterscheiden. Daneben ist es dem Rechtsanwalt gestattet, Gebührenvereinbarungen abzuschließen.

Seit dem 1. Juli 2004 ist der Rechtsanwalt verpflichtet, seinen Mandanten auf die
Vergütungspflicht der anwaltlichen Tätigkeit hinzuweisen. Das gilt auch für die Einholung
sogenannter Deckungszusagen bei der vom Mandanten abgeschlossenen Rechtsschutzversicherung
für einen beabsichtigten Rechtsstreit. Es handelt sich hier nicht um eine unentgeltliche
Nebenleistung des Rechtsanwaltes, sondern um eine vom Mandat nicht gedeckte, selbstständige
und somit kostenpflichtige Tätigkeit.

Seit dem 1. Juli 2006 ist im RVG für den Rechtsrat, die Erstattung von Gutachten und Mediation
keine konkrete Gebühr mehr vorgesehen. Der Anwalt ist daher berechtigt und - wenn er nicht nur
auf die Auffanggebühr verwiesen werden möchte – verpflichtet, eine entsprechende
Vergütungsvereinbarung vor Annahme des Mandates zu treffen. Diese kann auf der Basis eines
Stundensatz oder einer Pauschalgebühr abgeschlossen werden.

Ist jemand finanziell nicht in der Lage, die Kosten eines Rechtsstreits oder einer
Rechtsberatung zu tragen, so kann Prozesskostenhilfe (für die anwaltliche Vertretung
im gerichtlichen Verfahren) oder Beratungshilfe (für die anwaltliche Vertretung im
außergerichtlichen Verfahren) beantragt werden.





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